GPT-Wert-Tabelle: Welche Bedeutung hat der Leberwert?
Veröffentlicht: 15/04/2025
Zuletzt aktualisiert: 05/06/2026
Sie haben vielleicht bei einer Blutuntersuchung den Begriff „ALT-“ oder „GPT-Wert“ gelesen und fragen sich, was genau sich dahinter verbirgt. Ist das GPT erhöht, kann das erste Hinweise auf einen Leberschaden liefern. Hier erfahren Sie, was der Laborwert bedeutet, welche Faktoren ihn beeinflussen können und was Sie tun können, um Ihre Lebergesundheit zu verbessern.
Das Wichtigste zu GPT im Überblick
- GPT ist ein Leberwert. Er kann steigen, wenn Leberzellen geschädigt werden.
- Erhöhte GPT-Werte können viele Ursachen haben. Dazu gehören eine Fettleber, Hepatitis, Alkohol, Medikamente oder starke körperliche Belastung.
- Ein einzelner Wert reicht nicht für eine Diagnose. Lassen Sie erhöhte Werte ärztlich abklären, besonders wenn sie deutlich erhöht sind oder länger bestehen.
Was ist das Enzym GPT?
GPT ist die Abkürzung für Glutamat-Pyruvat-Transaminase. Es gibt jedoch noch weitere Namen. Hier ein Überblick:
- GPT: Glutamat-Pyruvat-Transaminase
- ALT oder ALAT: Abkürzungen für Alanin-Aminotransferase. International wird mittlerweile das Kürzel ALAT anerkannt und gebraucht.
Hinter den Kürzeln verbirgt sich ein Enzym, das bei der Verarbeitung von Eiweißbausteinen im Körper hilft. Es kommt fast nur in den Leberzellen vor. Das macht es zu einem spezifischeren Leberwert als das Enzym GOT (AST) und die Gamma-GT-Werte. Wenn Leberzellen geschädigt werden, gelangt es in den Blutkreislauf und erhöht den GPT-Wert im Blut. Das kann ein erster Hinweis auf mögliche Erkrankungen sein.
Warum ist der GPT-Wert für Ihre Lebergesundheit wichtig?
Das Enzym ALAT oder GPT hilft dem Körper bei der Verarbeitung von Aminosäuren, denn er gewinnt Energie aus ihnen. Normalerweise befindet sich GPT zum größten Teil im Zytoplasma der Leberzellen. Solange die Leber gesund ist, bleibt auch der GPT-Wert im Blut niedrig. Steigt er jedoch deutlich an, kann das ein Anzeichen für Lebererkrankungen sein.
Erhöhte Werte früh zu erkennen, ist besonders hilfreich, weil einige Erkrankungen oft lange keine Symptome verursachen. Weitere Untersuchungen können dann bestimmen, ob der Auslöser etwa Medikamente, eine Entzündung, eine Virusinfektion wie Hepatitis, Fettablagerungen oder eine Vergiftung ist. Ein dauerhaft erhöhter ALT-Wert kann auf eine chronische Lebererkrankung hinweisen, die unbehandelt schwerwiegende Folgen haben kann.
Welche anderen Blutwerte sind wichtig für die Leber?
Da auch andere Organe wie das Herz, die Bauchspeicheldrüse oder Muskeln Einfluss auf den GPT-Wert nehmen können, lässt sich der Zustand der Leber anhand weiterer Werte besser beurteilen. Bei einer Blutuntersuchung werden deshalb auch der GOT-Blutwert und das Gamma-GT (GGT) gemessen.
Das Verhältnis von GOT und GPT kann Auskunft darüber geben, wie schwer die Leber geschädigt ist. Dafür nutzen Medizinerinnen den De-Ritis-Quotienten. Dabei wird GOT durch GPT geteilt. Wenn der GOT-Wert über GPT liegt, könnte es sich um eine schwere Leberzellschädigung handeln. Es sind aber weitere Untersuchungen nötig, um dies zu bestätigen.
- Unter 1,0: Verdacht auf leichten Leberschaden
- Über 1,0: Verdacht auf schweren Leberschaden
Tabelle: Welche Bedeutung haben GPT-Werte?
GPT wird in Einheiten pro Liter Blut (U/L) gemessen. Die Referenzwerte können sich je nach Labor, Geschlecht und Alter leicht unterscheiden. Mithilfe der folgenden Tabelle können Sie sich ein Bild davon machen, was Ihr Blutwert bedeutet. Um eine persönliche Beratung zu erhalten, wenden Sie sich am besten an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.

| GPT (ALT) in U/L | Bewertung | Bedeutung |
| 1 bis 35 bei Frauen 1 bis 50 bei Männern | Normwert |
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| 36 bis 70 bei Frauen 51 bis 100 bei Männern | Leicht erhöht |
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| 71 bis 140 bei Frauen 101 bis 200 bei Männern | Mäßig erhöht |
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| über 140 bei Frauen über 200 bei Männern | Hoch |
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Die Zahlen orientieren sich an Leber und Leberwerte der Deutschen Leberstiftung sowie den Ergebnissen der Genderperspektive auf das Verhältnis zwischen Leberenzymen und nicht-alkoholischer Fettleber.
Was bedeutet der GPT-Wert 65 bis 70?
Im Bereich von etwa 60 bis 70 Einheiten pro Liter (U/L) gilt der GPT-Wert bei Frauen als deutlich erhöht. Er entspricht etwa dem Zweifachen des Normalwerts. Für Männer liegt der Blutwert leicht über dem Normalwert. Da ein einziger Messwert jedoch nur eine Momentaufnahme zeigt, sollte der ALT-Wert weiterhin regelmäßig überprüft werden.
Was sagt der GPT-Wert von 100 aus?
Bei 100 U/L liegt ein erhöhter GPT-Wert vor. Bei einer Frau ist er dreimal und bei einem Mann doppelt so hoch wie der Normalwert. Er kann erste Hinweise auf eine mögliche Fettleber, Hepatitis-Infektion oder eine Medikamentenwirkung geben.
Welche GPT-Werte gelten als gefährlich?
Leicht erhöhte Blutwerte sind in den meisten Fällen unbedenklich. Als Faustregel gilt: Sie sollten sich ärztliche Hilfe suchen, wenn der Wert 3-mal so hoch ist wie der normale GPT-Wert oder eine leichte Erhöhung über einen Zeitraum von 6 Monaten besteht. Werte über 140 U/L bei Frauen und über 200 U/L bei Männern gelten als deutlich erhöht und können auf eine ernsthafte Leberschädigung hinweisen. Werte ab 500 U/L benötigen eine zeitnahe ärztliche Abklärung.
Was können die Ursachen für erhöhte GPT-Werte sein?
Weil einige Lebererkrankungen im frühen Stadium oft keine Symptome verursachen, werden sie häufig erst spät erkannt. Im Ernstfall sollten Ärzte früh die Ursache für die Leberschädigung abklären. Doch leicht erhöhte GPT-Werte sind bei einer einzelnen Messung noch kein Grund zur Sorge. Mögliche Gründe für die Erhöhung sind etwa:
- Virale Leberentzündung (Hepatitis A, B, C, D und E)
- Medikamente
- Gifte
- Nichtalkoholische Fettleber
- Gallenerkrankungen
- Leberzirrhose
- starke körperliche Anstrengungen
Da GPT nur langsam abgebaut wird, können sich auch nach einer Behandlung noch längere Zeit erhöhte Blutwerte zeigen.
Wann wird ALAT im Blut bestimmt?
Ein Arzt oder eine Ärztin ordnet den Bluttest normalerweise dann an, wenn auffällige, leberrelevante Symptome auftreten. Zu ihnen gehören beispielsweise eine starke Müdigkeit, Schmerzen im rechten Oberbauch oder wenn sich die Haut oder Augen gelblich färben. Der GPT-Wert hilft dann, eine Erkrankung abzuklären, etwa bei:
- Verdacht auf einen Leberschaden
- einer vermuteten Gallenerkrankung
Anhand der Blutwerte und der Krankengeschichte können dann weitere Untersuchungen für eine Diagnose angeordnet werden.
Wie können Sie Ihre Leberwerte positiv beeinflussen?
Eine Lebererkrankung kann lebensbedrohlich sein. Damit es nicht so weit kommt, können Sie Ihre Gesundheit mithilfe einiger guter Lebensgewohnheiten aktiv unterstützen. Hier sind einige Tipps für den Alltag:
- Gesund ernähren: Viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukte sind gute Lebensmittel für die Leber. Auch bestimmte Gemüsesorten mit Vitamin C können schützend wirken. Zu viel Zucker und gesättigte Fettsäuren hingegen können auf Dauer der Leber schaden.
- Alkoholkonsum reduzieren: Alkohol ist eine der häufigsten Ursachen für erhöhte GPT-Werte. Nicht nur starker Alkoholmissbrauch wirkt sich auf die Leber aus – bereits kleine, aber stetige Mengen können schädlich sein.
- Regelmäßig bewegen: Bewegung fördert die Fettverbrennung, hilft, einer Fettleber vorzubeugen, und kann die GPT-Werte senken.
- Schädliche Substanzen meiden: Bestimmte Medikamente, Umweltgifte oder Nahrungsergänzungsmittel belasten die Leber. Nehmen Sie Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel nur wie empfohlen ein.
- Vorsorge nutzen: Ein einfacher GOT- und GPT-Test im Rahmen einer Routineuntersuchung kann helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen und einer Erkrankung der Leber entgegenzuwirken.
Was tun, wenn der GPT-Leberwert zu hoch ist?
Ist der GPT-Wert erhöht, ist das nicht immer ein Anlass zur Sorge. Es ist jedoch ratsam, die GPT-Werte mit einem Arzt oder einer Ärztin abklären zu lassen, um schwerwiegende Ursachen auszuschließen oder zu behandeln. Sie können mit zusätzlichen Tests weitere Leberenzyme und -werte überprüfen. Medizinische Maßnahmen können je nach Ursache sehr unterschiedlich aussehen:
- Bei einer Fettleber werden meistens eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht, regelmäßige Bewegung, Alkoholverzicht und eine ausgewogene Ernährung angeordnet.
- Bei einer Hepatitis kann eine gezielte medikamentöse Therapie notwendig sein.
- Wenn bestimmte Medikamente die Leber belasten, können Ärzte die Dosierung anpassen oder Alternativen verschreiben.
- Zusätzlich könnte Blutzucker (Diabetes) oder ein hoher Cholesterinspiegel behandelt werden.
- Wenn bereits eine fortgeschrittene Leberzirrhose vorliegt, ist oft eine Lebertransplantation die einzige Chance auf Heilung.
Der GPT-Wert kann wertvolle Hinweise auf eine Leberschädigung geben. Wenn Sie ihn regelmäßig kontrollieren, kann er in Verbindung mit erhöhten Leberwerten wie GOT und GGT dabei helfen, ernsthaften Erkrankungen wie Fettleber und Zirrhose frühzeitig entgegenzusteuern. Mit der richtigen Lebensweise können Sie Ihre Leber allerdings unterstützen und die Leberfunktion sowie den GPT-Wert positiv beeinflussen.
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Der Test ersetzt keine ärztliche Abklärung erhöhter Leberwerte.
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