7 praktische Tipps, um Bauchfett zu verbrennen

Ein Mann zeigt seinen dicken Bauch. Sinnbild für viszerales Bauchfett.
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Veröffentlicht: 27/02/2026
Zuletzt aktualisiert: 27/02/2026

Bauchfett ist mehr als ein Schönheitsproblem, denn es kann die Gesundheit ernsthaft beeinträchtigen. Besonders das innere Bauchfett, das sogenannte viszerale Fett, lagert sich tief im Bauchraum ab und umhüllt lebenswichtige Organe. Nimmt es zu, steigt auch das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes und andere Stoffwechselstörungen. Die gute Nachricht: Viszeralfett lässt sich mit konsequenten, alltäglichen Gewohnheiten abnehmen.

Hier erfahren Sie, wann Bauchfett gefährlich wird, und finden 7 praktische Tipps, die Ihnen wirklich helfen, Bauchfett sicher und nachhaltig zu verbrennen.

Was ist viszerales Fett – und warum ist es gefährlich?

Viszerales Bauchfett sitzt tief im Bauchraum und umgibt Organe wie Herz, Leber und Darm. In kleinen Mengen schützt es die Organe, doch zu viel von dem Fettgewebe ist alles andere als harmlos. Das überschüssige innere Bauchfett wird neben Übergewicht auch mit Bluthochdruck, ungünstigen Cholesterinwerten, Insulinresistenz und chronischen Entzündungen in Verbindung gebracht.

Der Bauchumfang liefert einen nützlichen Anhaltspunkt: Bei Frauen weisen Messwerte über 82 Zentimeter auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko hin, bei Männern sind es 94 Zentimeter – selbst bei Menschen, die insgesamt nicht übergewichtig sind.

Neben wenig Bewegung und einer ungesunden Ernährung können auch Hormone, das Alter und die Gene Ursachen dafür sein, dass sich mehr Fett am Bauch ansammelt als an anderen Körperstellen – etwa Cortisol. Beim Mann kann ein niedriger Testosteronspiegel dazu führen, dass mehr Fett im Bauchbereich gespeichert wird. Bei Frauen verteilt sich das Fett durch Östrogen eher an Hüften und Oberschenkeln. In den Wechseljahren, wenn der Östrogenspiegel sinkt, lagert sich vermehrt gefährliches Bauchfett ab.

Es ist zwar nicht leicht, gezielt am Bauch abzunehmen, doch gesunde Gewohnheiten können langfristig die Fettverteilung beeinflussen und Viszeralfett abbauen.

Tipps: Wie lässt sich Bauchfett verbrennen?

Um viszerales Fett loswerden, ist es nachhaltig, Gewohnheiten im Alltag Schritt für Schritt anzupassen. So verbessern Sie Ihre Gesundheit langfristig und fühlen sich in Ihrem Körper wohler. Folgende Tipps helfen dabei, das Bauchfett zu reduzieren.

1. Ausgewogene Ernährung

Wer überwiegend vollwertige, wenig verarbeitete Lebensmittel isst, kann Bauchfett effektiv reduzieren. Statt kurzfristigen Diäten zu folgen, lohnt es sich, die Ernährung langfristig auf Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, mageres Eiweiß, Nüsse, Samen und gesunde Öle auszurichten. Das bestätigen die DGE-Empfehlungen. Eine moderate Kalorienreduktion unterstützt dabei den Stoffwechsel und hilft, Bauchfett abzubauen.

Einfache Speisepläne mit nahrhaften Snacks machen es leichter, am Ball zu bleiben – und reduzieren Impulskäufe sowie Entscheidungen für kalorienreiche Nahrung im letzten Moment. Wer zusätzlich raffinierte Kohlenhydrate und verarbeitetes Fleisch einschränkt, unterstützt ebenfalls das Abnehmen am Bauch.

2. Bauchfett verlieren mit weniger Zucker

Süßigkeiten erhöhen die tägliche Kalorienaufnahme oft unbemerkt, denn sie liefern Kalorien ohne Nährstoffe. Viele Desserts, gesüßte Cerealien und verpackte Snacks sättigen kaum, liefern dem Körper aber trotzdem viel zusätzliche Energie.

Die Leber wandelt überschüssigen Zucker in Fett um, was zur Ansammlung von viszeralem Fett beiträgt. Wer lieber Obst statt zuckerhaltiger Snacks wählt, kann die Kalorienzufuhr senken, ohne dauerhaft auf Süße zu verzichten.

3. Auf gesündere Getränke umsteigen

Was Sie trinken, beeinflusst den Bauchfettanteil stärker, als viele vermuten. Zuckerhaltige Getränke liefern schnell Kalorien, sättigen aber kaum. Dazu gehören etwa Softdrinks, gesüßte Säfte, aromatisierte Kaffeespezialitäten und Energy-Drinks. Alkohol liefert zusätzliche Kalorien und wird mit zunehmendem Bauchfett in Verbindung gebracht, insbesondere wenn er häufig und in großen Mengen getrunken wird.

Das beste Getränk ist Wasser. Mit Zitrone, Gurke oder frischen Kräutern lässt sich der Geschmack leicht verändern. Auch ungesüßter Tee oder Sprudelwasser sind gute Alternativen. Wer ausreichend trinkt, kann den Appetit besser kontrollieren, nascht weniger und nimmt insgesamt weniger Kalorien auf.

4. Mehr Ballaststoffe gegen das Unterbauchfett

Ballaststoffe machen satt und helfen, beim Abnehmen den Appetit zu kontrollieren. Lösliche Ballaststoffe verlangsamen die Verdauung, stabilisieren den Blutzucker und unterstützen einen schrittweisen Fettabbau. Langzeitstudien zeigen, dass Menschen mit einer ballaststoffreichen Ernährung tendenziell weniger Bauchfett haben.

Lebensmittel mit Ballaststoffen sind beispielsweise Hafer, Bohnen, Linsen, Äpfel, Birnen, Gemüse und Samen. Wer bisher wenig Ballaststoffe zu sich nimmt, sollte die Menge langsam steigern und dabei viel Wasser trinken. Ballaststoffreiche Mahlzeiten halten zwischen den Mahlzeiten auch lange satt.

5. Bewegung und Sport

Körperliche Aktivität gehört zu den verlässlichsten Wegen, um den Taillenumfang zu reduzieren und Bauchfett zu verbrennen. Ausdauersport wie zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen, Joggen oder Tanzen regt den Kreislauf und die Fettverbrennung an. Schon rund 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche können deutliche Fortschritte bringen. Diese Zeit in kürzere Einheiten aufzuteilen, zeigt ähnliche Vorteile.

Krafttraining trägt ebenfalls dazu bei, Bauchfett loszuwerden. Übungen mit Gewichten, Widerstandsbändern oder dem eigenen Körpergewicht helfen dabei, Muskelmasse aufzubauen und den Stoffwechsel anzukurbeln. Wer Cardio- und Krafttraining kombiniert, gibt dem Körper die besten Voraussetzungen, um Fett langfristig zu reduzieren.

6. Ausreichend und gut schlafen

Schlafgewohnheiten beeinflussen den Appetit, Heißhunger und die Fettverteilung im Körper stärker, als viele denken. Wer zu wenig schläft, hat nachweislich einen höheren Viszeralfettanteil, selbst wenn die Ernährung und Bewegung stimmen. Bei Müdigkeit lässt zudem die Motivation nach, aktiv zu sein.

Mindestens sieben Stunden gesunden Schlaf pro Nacht unterstützen eine gesündere Fettverteilung. Regelmäßige Schlafenszeiten, weniger Bildschirmzeit am Abend und eine ruhige Abendroutine können helfen, schneller einzuschlafen und erholt aufzuwachen. Das hält die Hormone im Gleichgewicht und unterstützt Sie dabei, Körperfett zu verlieren.

7. Stress reduzieren

Chronischer Stress erhöht den Cortisolspiegel. Cortisol und Bauchfett hängen direkt zusammen, denn das Hormon fördert die Fettspeicherung im Bauchbereich. Stress führt außerdem häufig zu emotionalem Essen, mehr Naschen und weniger Bewegung.

Spazierengehen, Dehnen, tiefes Atmen, Tagebuch schreiben, Meditieren und der Kontakt zu nahestehenden Menschen können das Nervensystem beruhigen. Schon kurze Pausen im Alltag tragen dazu bei, Stress abzubauen und seinen Einfluss auf das viszerale Bauchfett zu begrenzen.

Wie lassen sich Fortschritte am besten verfolgen?

Viszerales Fett abzubauen, braucht Zeit. Wer schrittweise vorgeht, erzielt dabei jedoch häufig langfristige Ergebnisse, im Gegensatz zu schnellen Diäten mit Jo-Jo-Effekt.

Statt sich nur auf die Waage zu konzentrieren, lohnt es sich, auch andere Messwerte zu beobachten: den Taillenumfang, das Energielevel, Fitnessfortschritte und wie die Kleidung sitzt. Wer sich Unterstützung durch Freunde, Familie oder Ärztinnen und Ärzte holt, bleibt oft motivierter. Wenn die Fortschritte ausbleiben, helfen oft schon kleine Anpassungen, um wieder effektiv Bauchfett zu verlieren.

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