Allergiekalender 2026: Wann startet der Pollenflug? 

Eine Frau folgt dem Allergiekalender und schneidet die Stiele von Blumen oder Symptome.
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Veröffentlicht: 26/03/2025
Zuletzt aktualisiert: 14/03/2026

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Fragen Sie sich, wann die Allergiesaison startet und Allergien zurückkehren? Der Allergiekalender zeigt die Hauptblüte verschiedener Pollenarten über das ganze Jahr in Deutschland und hilft Menschen mit Allergien bei der Pollenflugvorhersage. Hier erfahren Sie außerdem, welche Pollen besonders allergen sind, welchen Einfluss Umweltveränderungen haben und wie Betroffene ihre Symptome besser managen können.

Überblick: das Wichtigste zur Pollenzeit

  • Der Allergiekalender zeigt, zu welchen Zeiten typischerweise Pollen von Bäumen oder Gräsern fliegen und Allergien verursachen. Apps helfen bei der tagesaktuellen Vorhersage. Grundlage hierfür sind Mittelwerte der Pollenzahlen pro Tag und Kubikmeter Luft.
  • Der Klimawandel verlängert nachweislich die Pollenallergiesaison. Auch das Wetter, die Umgebung und die Luftqualität haben Auswirkungen darauf. 
  • Arzneimittel wie Antihistaminika können akute Beschwerden lindern. Eine Hyposensibilisierung hilft oft dabei, eine Toleranz aufzubauen.

Welche Pollen fliegen heute, im März 2026?

Die Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) nutzt rund 40 Messstationen in Deutschland, um den Pollenflug einzuordnen. Nach aktuellen Informationen treten im März bereits die typischen Frühlingspollen auf: Zwar werden die Hasel- und Erlenpollen weniger, doch im Norden und Osten des Landes ist die Belastung noch immer groß. Wer in Nordostdeutschland oder in östlichen Mittelgebirgslagen lebt, muss weiterhin mit mäßigen Belastungen rechnen.

Im Westen und Südwesten werden zudem schon hohe Konzentrationen der Eschenpollen gemessen, während der Rest des Landes in den kommenden Tagen folgen dürfte. Die Birke sorgt im Rhein-Main-Gebiet auch bereits für geringe bis mäßige Belastungen. Damit beginnt die Birkensaison rund zwei bis drei Wochen vor dem üblichen Zeitfenster. Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia spielen im März hingegen noch keine Rolle – sie kommen erst im späten Frühjahr und Sommer.

Pollenflugkalender 2026: Wie fliegen die Pollen im Jahresverlauf?

Pollenallergien treten in Deutschland das ganze Jahr über auf, je nachdem, welche Pflanzen blühen. Dabei spielen Jahreszeit und Ort für die Pollen verschiedener Pflanzen und Bäume eine Rolle. Der untenstehende Heuschnupfen-Kalender Pollenflug in Deutschland – aktuelle Vorhersage bietet eine allgemeine Übersicht für die Zeit, in der die Pollenflugbelastung durch Bäume, Gräser und Unkräuter am höchsten ist. Er kann Allergikerinnen und Allergiker helfen, sich auf den aktuellen Pollenflug vorzubereiten.

Der Allergiekalender zeigt die Blütezeit für Pollen von Birke, Wegerich, Eibe, Eiche, Ulme, Pappel, Gräsern und mehr.
Pollenflugkalender 2026. Quelle: https://www.wetter.com/gesundheit/pollenflug/

Im Frühjahr, zwischen März und Mai, ist laut dem Allergiekalender die Belastung durch Baumpollen am höchsten, vor allem durch Birke, Eiche und Ahorn. Roggen und Wiesenlieschgras setzen von Mai bis Juli Pollen frei. Im Sommer, von Juni bis August, fliegen dann vermehrt die Gräserpollen, unter denen die meisten Menschen mit Heuschnupfen leiden. Viele Menschen reagieren im Spätsommer und Herbst allergisch auf Ambrosia und Beifuß, Brennnessel oder Raps, die dann immer noch blühen. Von September bis Oktober ist die Blütezeit von Pollenarten wie der Brennnessel und weiteren Unkrautpollen.

Im Winter ist die Pollenbelastung in der Regel gering, denn im November und Dezember müssen die meisten Allergiker keine Belastung durch Pollenflug fürchten. Allerdings beginnen die ersten Pollen von Hasel, Ulme, Pappel, Esche und Erle oft schon im Februar zu blühen, noch bevor der Winter vorbei ist. Bei feuchtem Wetter können auch Menschen mit Schimmelpilzallergie Beschwerden haben.

Allergietabelle: Pollenflug Hauptzeiten und Nachblüte

Wann die Pollen in welcher Intensität fliegen, sehen Sie in der folgenden Tabelle. Sie zeigt die Hochsaison und die schwächeren Monate pro Pflanze und dient als Ergänzung zum Pollenflugkalender.

AllergieauslöserMonate der HauptsaisonMonate leichter bis mäßiger Belastung
ErleFebruar bis MärzJanuar, April bis Mai
HaselFebruar bis MärzJanuar, April bis Mai
UlmeMärz bis AprilFebruar, Mai
WeideMärz bis MaiFebruar
PappelAprilFebruar, Juni
AhornApril bis MaiFebruar, Juli
EibeApril bis MaiFebruar, Juli
BirkeApril bis MaiFebruar, Juni
EicheApril bis MaiFebruar, Juni
EscheApril bis MaiFebruar, Juni
HainbucheApril bis MaiFebruar, Juni
RapsApril bis AugustMärz, September
FliederApril bis MaiMärz, Juni
PlataneApril bis MaiMärz, Juni
RotbucheApril bis MaiMärz, Juni
SpitzwegerichMai bis AugustMärz, September
AmpferMai bis JuliMärz, September
LöwenzahnMai bis JuniMärz, August
FichteMaiMärz, Juli
WalnussMaiMärz, Juli
HopfenMaiApril, Juni
AkazieMai bis JuniApril, Juli
RosskastanieMai bis JuniApril, Juli
WeizenMai bis JuliApril, August
GräserMai bis AugustApril, Oktober
KieferMai bis AugustApril, Oktober
HolunderJuni bis JuliApril, September
HaferJuni bis JuliApril, August bis September
RoggenJuniApril, August
TanneJuniApril, Juli
GersteJuni bis JuliAugust
LindeJuni bis JuliMai, August
GänsefußJuni bis AugustMai, September
BeifußJuni bis AugustMai, Oktober
GoldruteJuni bis AugustMai, Oktober
BrennnesselJuni bis OktoberMai
MaisJuliMai, Oktober
NesselJuli bis AugustMai, Oktober
AmbrosiaAugust bis SeptemberJuli, Oktober

Wie funktioniert der Allergiekalender?

Der Pollenflugkalender bietet Allergikern eine Orientierung, wann verschiedene Pflanzen Pollen freisetzen und intensive die Konzentration in den einzelnen Monaten ist. So wissen Betroffene, wann sie mit Symptomen wie Juckreiz, Niesen oder tränenden Augen rechnen müssen. Der Kalender verwendet folgende Farben, um die Abstufung der Gefahr des Pollenflugs anzuzeigen:

  • Gelb: Mäßiger Pollenflug, der eine leichte Reaktion des Immunsystems verursachen kann.
  • Orange: Starker Pollenflug, bei dem viele Heuschnupfengeplagte unter Symptomen leiden.
  • Rot: Sehr starker Pollenflug, bei dem Pollenallergiker mit größeren Beschwerden rechnen müssen. Daher sollten sie zu diesen Zeiten Aktivitäten im Freien meiden.

Welche Rolle spielen Klima und Umwelt bei einer Pollenallergie?

Der Klimawandel sorgt mit steigenden Temperaturen für mildere Winter und trockenere Sommer. Dadurch dauert die Blütezeit vieler Pflanzen immer länger an und auch die Anzahl der Pollenkörner in der Luft steigt. Menschen erkranken öfter und häufiger an schweren Allergien. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt hat deshalb das Projekt IMPACCT ins Leben gerufen, um neue Echtzeitsysteme zu entwickeln und die Erstbehandlung zu verbessern.

Zudem ist in Städten die Pollenbelastung durch zusätzliche Luftverschmutzung mit Feinstaub oder Ozon oft stärker, da CO₂ für Pflanzen ein Wachstumsstoff ist. Trockenes, windiges Wetter schafft auch ideale Bedingungen für die Ausbreitung der Pollen und sogar invasiver Arten wie der Ambrosia.

Am Beispiel dieser Pflanze zeigt sich: Auch nicht-heimische Pflanzen sorgen für immer mehr Allergiesymptome. Die Ambrosia war ursprünglich in Nordamerika angesiedelt. Ihre Pollen können sogar tausende Kilometer weit über die Luft getragen werden. Nun gilt die Pflanze auch hierzulande als hochallergen.

Welche Pflanzen sind Schwellenwerten zufolge die allergensten?

Anhand des Schwellenwert teilt der PID Belastungsstufen für jede Pflanze ein. Dabei wird täglich die Pollenkonzentration in Pollen pro Kubikmeter Luft gemessen. Je nach Art und wie allergen sie ist unterscheiden sich diese Werte. Gräser gelten erst mit 100 Pollen pro Kubikmetern als starke Belastung, Birken mit 50. Andere wichtige allergene Pflanzen sind laut dem Gefahrenindex des DWD Hasel, Erle, Esche, Birke, Gräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia.

Schon 10 Pollen pro Kubikmeter Luft gelten als starke Belastung für Ambrosia und Beifuß. Sie sind also hochallergen. Weil die Pflanzen untereinander auch Kreuzallergien hervorrufen, spricht der deutsche Polleninformationsdienst auch vom Beifuß-Ambrosia-Komplex.

PflanzeSchwellenwert
(in Pollen pro Kubikmeter Luft)
Gräser100
Birkenpollen50
Beifuß, Ambrosia10

Warum ist die Pollensaison regional unterschiedlich?

Die Pollenflugvorhersage für Deutschland variiert von Region zu Region und je nach Klima, Temperatur und Pflanzenarten. In wärmeren Gebieten hält die Allergiesaison meistens länger an, in kälteren kürzer. Je nach Wetterlage vermindert Regen die Pollenkonzentration, Wind hingegen streut die Pollen. In verschiedenen Regionen wachsen zudem unterschiedliche Pflanzen, sodass die Allergiesaison von Meer bis zu den Bergen variiert.

In Süddeutschland, z. B. in Bayern, treten die Pollen wegen des wärmeren Wetters oft früher auf. Haselpollen können dort bereits im Januar auftreten. In Norddeutschland, etwa in Schleswig-Holstein, ist das oft erst im Februar der Fall. Ambrosiapollen treten vor allem im Süden und Osten Deutschlands auf.

Unterschiede gibt es auch zwischen Stadt und Land. Pollen in Städten sind durch höhere Temperaturen länger vertreten. In Küstengebieten wie an Nord- und Ostsee dagegen sorgt der starke Wind für eine Verteilung der Pollen, was jedoch durch die salzhaltige Luft teilweise ausgeglichen werden kann.

Aufgrund dieser Unterschiede ist es schwierig, eine aktuelle Pollenflug-Vorhersage für ganz Deutschland zu erstellen. Wenn Sie Allergiker sind, informieren Sie sich am besten über die örtlichen Pollenflugvorhersagen, um zu wissen, wann welche Pollen in der Luft liegen. Eine App kann Ihnen beispielsweise dabei helfen, heute den aktuellen Pollenflug für Ihre Region oder Postleitzahl einzusehen.

Welche Maßnahmen helfen gegen allergische Reaktionen?

Ein junger Mann mit Heuschnupfen niest wegen Pollenflug ins Taschentuch.

Gegen Heuschnupfen gibt es kein Patentrezept – aber eine ganze Reihe von Alltagstricks, die das Leben während der Pollensaison deutlich leichter machen. Die einfachste Strategie bleibt, die Allergene so weit wie möglich zu meiden. Die belastungsstarken Phasen, die der Pollenflugkalender zeigt, lassen sich mit etwas Vorbereitung besser überbrücken:

  • Pollenvorhersage im Blick behalten: Wind treibt die Pollenkonzentration in die Höhe, Regen drückt sie herunter. Neben dem Allergiekalender helfen Apps wie die GesundheitsWetter-App des DWD, Husteblume der Techniker Krankenkasse oder die Pollenflug-Vorhersage von Hexal helfen, die Belastung in der eigenen Region einzuschätzen.
  • Pollen von Kleidung entfernen: Nach einem Spaziergang oder der Arbeit im Garten empfiehlt es sich, die Kleidung zu wechseln, zu duschen und die Haare zu waschen. So bleiben Allergene nicht am Körper haften.
  • Wohnung absichern: Pollenschutzgitter vor den Fenstern und Luftreiniger mit HEPA-Filter halten einen Großteil der Pollenkörner draußen.
  • Klug lüften: Die besten Zeiten zum Stoßlüften sind morgens früh und am Abend. Bei starkem Pollenflug lieber die Fenster geschlossen halten.
  • Haustiere pflegen: Im Fell von Hunden und Katzen sammeln sich Pollen an. Nach dem Freilauf kurz abstreifen und das Tier nicht ins Schlafzimmer lassen.
  • Genug trinken: Feuchte Schleimhäute reagieren weniger empfindlich. Deshalb hilft es, ausreichend Wasser oder Kräutertee zu trinken.
  • Sonnenbrille aufsetzen: Sie schützt die Augen vor direktem Kontakt mit Pollen und mildert so Rötungen und Tränen.
  • Medikamente nehmen: Antihistaminika als Tablette, Nasenspray oder Augentropfen können allergische Reaktionen während des Pollenflugs wirksam hemmen.

Zudem kann der Körper mithilfe einer Hyposensibilisierung langfristig eine Tolleranz gegenüber bestimmten Arten von Pollen aufbauen. Ärztinnen und Ärzte geben Betroffenen hierbei regelmäßig kleine Mengen eines Allergens in Form von Tabletten oder Tropfen, um das Immunsystem schrittweise an an das auslösende Allergen zu gewöhnen. Das dauert, lohnt sich aber: Viele Allergiker berichten von einer spürbar dauerhaften Verbesserung ihrer Beschwerden.

Leiden Sie unter Allergien? Machen Sie den Atemwegsallergietest, um es herauszufinden und Symptomen vorzubeugen.

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